Weil ich ja fest wie Baudrillard dran glaube, in einer simulierten Hyperrealität zu leben, folge ich sklavisch Zeichen, wann immer ich sie entdecke. Gestern zum Beispiel war ich am Flohmarkt und dort sichtete ich “zufällig” eine mega-coole, riesengrosse Hellboy-Puppe. Einige zähe Verhandlungen später war sie mein und bewacht seitdem meinen Arbeitsplatz.

Abgesehen von dem Bewusstsein, nun eine vielleicht sehr wertvolle Figur zu besitzen (was mir aber wirklich total egal ist), besteht das Zeichen in einem Wink, mich endlich mal mit dem Universum des von vielen gottgleich verehrten Mike Mignola auseinanderzusetzen. Die beiden Del Toro-Adaptionen von Hellboyfinde ich ja mega-genial, nur für ein Comic hat es noch nie gereicht.

Weil ich das Zeichen vielleicht schon vorausahnte, habe ich mir vor einiger Zeit bei Modern Graphics in Berlin, Kreuzberg diese Schwarte, diesen Ziegelstein, diese Bibel von einem Hellboy-Buch gekauft, weil man mir dort sagte, dass das für Einsteiger ganz genial sein soll.

Tonnenschwer: "Geschichten aus dem Hellboy-Universum".
Und das stimmt echt, nach 42 Seiten Lesevergnügen weiss ich nämlich, das ich jetzt schon ein Fan bin: Pulp! Noir! Verschwörung! Nazi-Okkultismus! Paranormale Erscheinungen! Die Zeichen, auch wenn (oder gerade weil) sie nur in meiner simulierten Realität funktionieren, lügen nie. Ich werde mich vertiefen und weiter berichten.

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